Wie sich die Qualität eines Displays im Fahrzeug messen lässt

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Fachartikel von Dr. Silke Kirchner
21.10.2019

Human Machine Interfaces (HMI) im Fahrzeug basieren auf AR/VR-Systemen und Displays. Im deutschen Automobilmarkt gelten strenge Anforderungen an Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit sowie integrale Ästhetik. Die Arbeitsgruppe „German Automotive OEM Working Group“ des Deutschen Flachdisplay Forum (DFF) umfasst Vertreter deutscher Automobilhersteller und veröffentlicht regelmäßig die Anforderungen an LC-Displays für das Kfz. Bevor ein OEM ein LC-Display abnimmt, muss die Qualität sorgfältig nach festen Kriterien getestet sein. Neben Know-what und Know-how ist hochpräzise optische Messtechnik gefragt.

Neben den technischen Parametern ist es der Qualitätsanspruch an ein Display, der fortlaufend weiterentwickelt wird. Vertreter Deutscher OEMs treffen sich im Rahmen des DFF regelmäßig, um an aktuelle Performance-Anforderungen des Displays zu diskutieren, zu quantifizieren und in Pass/Fail-Kriterien einzuordnen. Die Ergebnisse der Arbeit werden im Dokument „Display Specification for Automotive Application“ [1] veröffentlicht. Die Übersicht umfasst mittlerweile über 100 Prüfparametereinträge, additiv Verweisen und Referenzen auf internationale Standards zur Displayprüfung. Die messtechnische Umsetzung einiger Prüfparametereinträge ist im „Display Measurement Specification (DMS) für Automotive TFT-LCDs“ [2] beschrieben, welches vom DFF veröffentlicht wird. Ziel beider Veröffentlichungen ist es, eine objektive, konstante und qualitativ hochwertige Prüfung der LC-Displays für den Gebrauch im Fahrzeug über die gesamte Zulieferkette hinweg zu garantieren.

erschienen in Elektronik Praxis 20/2019