Metrologische Rückführbarkeit bei (O)LEDS

09.06.2020
Artikel von Dr. Tobias Schneider

Die Weitergabe der SI-Einheiten erfolgt durch Kalibrierungen, beruht also auf einer Kette von Messungen. Lässt sich diese Kette in eindeutiger Weise bis zu einer primären Darstellung der SI-Einheiten zurückverfolgen, spricht man von der »(metrologischen) Rückführbarkeit « einer Messung. Von zentraler Bedeutung für die metrologische Rückführbarkeit sind die bei jeder Messung auftretenden Messunsicherheiten (vgl. Infokasten Messunsicherheit). Sie bilden die Glieder der »Kette« und stellen so eine nachvollziehbare Verbindung zu den primären Darstellungen der SI-Einheiten her. Sie beschreiben quantitativ, wie groß die Messunsicherheit für eine Messung an jedem Punkt der Kette ist. Die Messunsicherheiten bestimmen im Bild der Kette also, wie lang und flexibel die Kalibrierkette bis zu jedem Punkt ist. Ein komplexes Netzwerk von Organisationen, Verträgen und Normen sorgt für eine international einheitliche Umsetzung der metrologischen Rückführbarkeit auf das SI-Einheitensystem und schafft so erst eine praktisch nutzbare Realisierung des SI-Systems (Abb. 2).

veröffentlicht in LICHT 5/2020